Zwangsstörungen

- bestimmte Vorstellungen, Gedanken oder Handlungsimpulse drängen sich immer wieder auf und führen zu einem Leidensdruck

Es wird zwischen Zwangsgedanken und Zwangshandlungen unterschieden.

--> und beides kann behandelt werden!

Gewohnheiten und Rituale sind Bestandteile unserers Alltagslebens: Sie erleichtern uns den Ablauf alltäglicher Handlungen, wenn wir nicht in jedem Moment neue Entscheidungen treffen müssen (z.B. bei Begrüßungsritualen, die stark normiert und kulturell vorgegeben sind). Rituale haben auch eine wichtige Funktion bei sogenannten Übergängen im Verlauf eines Lebens, man denke nur an Tauf-, Hochzeits- oder Beerdiungsrituale. In diesen neuen Situationen bieten die normativ vorgegebenen Handlungsmuster eine gewisse Orientierung, sie reduzieren Unsicherheit und Angst in unklaren Handlungsräumen. (Hans Reinecker)

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Wenn Rituale sich aber verselbstständigen, Handlungen und oder Gedanken immer wieder aufkommen und zwanghaft werden, dann führt dies zu einem enromen Leidensdruck. Meist geht mit Zwängen ein starkes Schamgefühl einher, weil das eigene Verhalten oder die Gedanken als eigenartig und absurd empfunden werden. Dies sollte aber kein Hindernissgrund sein. Zwänge, sowol Zwangshandlungen und Zwangsgedanken können behandelt werden.

Beispiele für Zwangshandlungen:

  • Kontrollzwang - ist die Tür abgeschlossen, der Herd ausgemacht, die Lichter abgdreht,... das man zu spät in die Schule oder zur Arbeit kommt;

  • Ordnungszwang - Bücherregale oder Kleiderschrank immer wieder neu sortieren, den Schreibtisch, das Büro ordnen,... ohne ein Ende zu finden

  • Waschzwang - Hände waschen bis sie Wund sind,...

  • Putz- und Reinigungszwang - Wohnung putzen bis sie absolut rein ist, was mit einem hohen Zeitaufwand verbunden ist;

  • Horten - zwanghaftes Sammeln von Zeitschriften, Gegenständen, ... das die Wohnqualität darunter leidet;

Was sind Zwangsgedanken?

Zwangsgedanken sind sich aufdrängende Gedanken oder Bilder – immer und immer wieder und führen zu einem massiven Leidensdruck. Betroffene sind sich der Absurdität ihrer Gedanken (oder Handlungen) durchaus bewusst, fühlen sich den Zwängen aber dennoch stark ausgeliefert. Gefühle des Kontrollverlusts kommen auf, was zu Unsicherheit und Angst führt. Betroffenen ist bewusst, dass diese Zwänge vordergründig keinen Sinn ergeben. Dennoch wird der Zwang "benötigt" um etwaiigen Schaden vorzubeugen.

Bei den Zwangsgedanken unterscheidet man

  • reine Gedanken - zum Beispiel Wiederholen von Inhalten, Beten, Zählen

  • Bilder - zum Beispiel über Unfälle und

  • Impulse - zum Beispiel aggressiver, sexueller oder blasphemischer Art (Gotteslästerung)

Zwänge in jeglicher Form schränken das Leben massiv ein. Zwänge machen Angst und unflexibel. Umso wichter ist es hinzuschauen. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, was zu den Zwängen geführt hat und wie Sie diese auch wieder loswerden können. Es erfordert Mut, aber es lohnt sich. :)

 

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